Nutzen der Box


 

Warum mentale Ausdauer und Widerstandskraft trainieren?

  • Wir schwimmen in einem Strom von Beschleunigung, Arbeitsverdichtung, Termin- und Erfolgsdruck, ständiger Erreichbarkeit sowie eigenen Ansprüchen und Zielen. Selbst wenn es sich lohnt und Spaß macht, ist es anstrengend, herausfordernd und – öfter als wir es merken oder wahrhaben wollen – auch überfordernd. Es spricht alles dafür, dass das Tempo und die Komplexität unseres Lebens weiter zunehmen werden.
  • Wenn wir gesund und leistungsfähig bleiben wollen, kommen wir auf Dauer nicht daran vorbei, nicht nur unsere körperliche, sondern auch unsere psychische Ausdauer und Widerstandskraft zu trainieren.

Warum Achtsamkeit?

  • Achtsamkeit ist eine Trainingsmethode, die uns hilft, besser mit den Herausforderungen des Alltags zu Recht zu kommen. Die Wirksamkeit von Achtsamkeit als Weg zu mehr Gelassenheit, Widerstandsfähigkeit, Resilienz und Lebensfreude ist wissenschaftlich vielfach bestätigt.
  • Achtsamkeit ist eine bestimmte Art der Selbstreflexion, nämlich sich freundlich und akzeptierend den eigenen Erfahrungen im gegenwärtigen Augenblick zuzuwenden und sie bewusst wahrzunehmen. So bekommen wir nicht nur Zugang zu unseren unbewussten und oft Stress auslösenden Gedankenmustern und Verhaltensautomatismen, sondern auch zu den „übersehenen“ Erfahrungen, die uns neue Möglichkeiten und Perspektiven eröffnen.

Was soll die Achtsamkeitsbox?

  • Das Ziel der Achtsamkeitsbox ist es, anhand konkreter alltäglicher Situationen und Herausforderungen unseres privaten und beruflichen Alltags  Anregungen  für eine achtsame Art der Selbstreflexion zu geben.
  • Die Achtsamkeitsbox besteht aus einzelnen Achtsamkeitsimpulsen, die Anleitungen zu kurzen Achtsamkeitsübungen enthalten, die jederzeit auch im Arbeitsalltag integriert werden können.
  • Darüber hinaus enthält die Achtsamkeitsbox allgemeine Informationen zu Achtsamkeit und dem wissenschaftlichen Hintergrund der Achtsamkeitsimpulse.

Wie kann die Achtsamkeitsbox genutzt werden?

  • In der Achtsamkeitsbox werden die Achtsamkeitsimpulse gesammelt. Monatlich wird ein Impuls ergänzt.
  • In der Achtsamkeitsbox können die Impulse auf verschiedene Arten durchsucht werden, um die Impulse zu finden, die auf die jeweilige Situation und Herausforderung passt. Die Impulse können entweder über die Zuordnung zu bestimmten Themen, z. B. Zeit- und Arbeitsdruck meistern, Wohlbefinden fördern, gefunden werden oder über eine Stichwort- oder Freitextsuche.
  • Ist kein passender Impuls hinterlegt, kann der Wunsch nach einem entsprechenden Achtsamkeitsimpuls dem Betreiber der Achtsamkeitsbox über die Feedbackformulare mitgeteilt werden.

Welche Wurzeln  hat die Achtsamkeitsbox

Die Achtsamkeitsbox und die Achtsamkeitsimpulse stehen auf drei wissenschaftlich fundierten Säulen: der Achtsamkeit, des Selbstmitgefühls und der positiven Neuroplastizität

  • jon_kabat_zinnAchtsamkeit (engl. mindfulness) hat ihre Wurzeln in der buddhistischen Einsichtsmeditation, die vor allem in der Vipassana Tradition praktiziert wird. Jon Kabat-Zinn, ein amerikanischer Molekularbiologe entwickelte Ende der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts ein standardisiertes achtwöchiges Trainingsprogramm zur achtsamkeitsbasierten Stressreduktion: Mindfulness Based Stress Reduction. In diesem Programm nutzt er die buddhistischen Meditationspraktiken, löst sie aber aus dem weltanschaulichen, religiösen Kontext. Mittlerweile ist MBSR weltweit verbreitet und die Wirksamkeit des Programms wissenschaftlich vielfach belegt.
  • ChrisKristinPamadjust300x276Selbstmitgefühl ist implizit Bestandteil jeder Achtsamkeitsmeditation. Der amerikanische Psychotherapeut Christopher Germer und die Psychologin Kristin Neff haben in Anlehnung an das MBSR-Programm ein Trainingsprogramm (Mindfulness based Self Compassion) entwickelt, das den freundlichen, akzeptierenden und mitfühlenden Umgang mit sich und anderen ins Zentrum stellt. Heute ist Selbstmitgefühl eines der zentralen  Themen in der psychotherapeutischen Wirksamkeitsforschung und in der Resilienzforschung.Hanson_full
  • Die Positive Neuroplastizität geht davon aus, dass unser Hirn darauf geeicht ist, unser Verhalten so zu steuern, dass negative Erfahrungen, Gefühle und Bedrohungen vermieden werden. Negative Erfahrungen werden von unserm Gehirn viel schneller verarbeitet als positive. Um dieser Tendenz entgegenzuwirken fokussiert das Programm der Positiven Neuroplastitzität, das von Rick Hanson entwickelt worden ist, auf der bewussten Wahrnehmung der positiven Erfahrungen (Achtsamkeit), die wir in unserm Alltag machen, ihrem bewussten Auskosten und Genießen und in ihrer gezielten Verankerung im Gedächtnis.